Riggerding. Der 13. August 2015 wird in der Chronik der First Responder bei der Feuerwehr Riggerding einen besonderen Vermerk bekommen: Fünf Monate nach dem Spendenaufruf am 13. März in der DZ holten First-Responder-Leiter Harald Basten (3.v.l.), Vorsitzender Jürgen Zellner (2.v.l.), Kommandant Markus Höfl (l.), stellvertretender Kommandant Alexander Wieland und Ronald Philipp in der "BMW-Welt" in München das neue Einsatzfahrzeug ab. Den BMW X 1 (184 PS und Allrad) chauffierte Kommandant Markus Höfl sicher von München nach Riggerding. Im Gewerbepark Leutzing in Empfang genommen, ging es per "Begleitschutz" die letzten Kilometer nach Riggerding.

Kurz nach 18 Uhr trafen das bisherige Einsatzfahrzeug der First Responder, ein Fiat Panda mit knapp 50 PS, das LF 8 und der Mannschaftswagen der Feuerwehr Riggerding sowie Bürgermeister Alois Oswald auf dem Feuerwehrgelände in Riggerding ein. Dort warteten schon gespannt die ersten Interessenten.

Da steht er nun, der brandneue Einsatzwagen der First Responder Riggerding, der (mit Ausstattung) knapp 43 000 Euro gekostet hat. Daneben das "Mauerblümchen", der rot lackierte Fiat Panda, der der 15 Mann (darunter vier Frauen) starken Ersthelfer-Gruppe seit 2008 in knapp 1100 Einsätzen ein treuer Begleiter war.

Den ersten Wochenenddienst mit dem neuen Einsatzfahrzeug haben Markus Höfl und Stefan Wagner am Freitag um 18 Uhr (bis Montag, 6Uhr) angetreten. Vorsitzender Jürgen Zellner kündigte noch eine kirchliche Segnung des Einsatzfahrzeuges und einen "Tag der offenen Tür" an, bei dem die Bevölkerung den BMW X 1 besichtigen kann. − rb/Foto: Baier

Quelle: PNP - Deggendorfer Zeitung vom 19.08.2015

Quelle: pnp - Deggendorfer Zeitung vom 13.03.2015

Einsatzfahrzeug der First Responder Riggerding muss ersetzt werden – Spendenaktion

Schöllnach. Vor sieben Jahren hat eine Gruppe engagierter Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Riggerding die First Responder ins Leben gerufen. Dank Sponsoren und viel Unterstützung aus der Bevölkerung konnte damals ein Fiat Panda als Einsatzfahrzeug angeschafft und die nötige Ausstattung in den vergangenen Jahren beschafft werden. "Aber jetzt brauchen wir dringend ein neues Auto", sagt Markus Höfl. Er ist Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Riggerding und als solcher zusammen mit Vorsitzendem Jürgen Zellner für die Ausstattung und Ausrüstung der First Responder mit verantwortlich.

Allein in diesem Jahr sind die First Responder zu 42 Einsätzen gerufen worden, sagt Markus Höfl. "Ich denke, dass wir im April die 1000 Einsätze voll machen werden", sagt der Kommandant.

Geleitet wird die Gruppe seit ihrer Gründung von Harald Basten. 16 Helfer gehören den First Respondern derzeit an, die von Freitag, 18 Uhr, bis Montag, 6 Uhr, sowie an Feiertagen ausrücken, um bei Unfällen oder Notfällen qualifiziert Hilfe zu leisten und damit die Zeit bis zum Eintreffen eines Rettungswagens oder eines Notarztes zu verkürzen. Der Einsatzbereich erstreckt sich über die Gemeindebereiche Außernzell, Schöllnach, Grattersdorf sowie die Gemeinde Zenting im Landkreis Freyung-Grafenau.

Genau dieses große Einzugsgebiet mit seinen Steigungen und den im Winter oft schlecht befahrbaren Straßen hat dem Einsatzfahrzeug schwer zu schaffen gemacht. Die annähernd 1000 Einsatzfahrten haben dem Fahrzeug einiges abverlangt, so dass es allmählich nicht mehr den Sicherheitsanforderungen entspricht. Bremsen und Fahrwerk sind ein permanenter Reparatur- und Kostenfaktor für den Verein. Ein weiteres Problem ist der akute Platzmangel – die umfangreiche medizinische und feuerwehrtechnische Ausrüstung ist kaum noch unterzubringen, sagen Markus Höfl und Benedikt Oswald. Der Verein initiiert jetzt eine Spendenaktion, um das Geld für das neue Fahrzeug zusammenzubekommen.

"Die Kosten für das Grundfahrzeug belaufen sich auf 25000 Euro", sagt Höfl. Hinzu kommt die feuerwehrtechnische Umrüstung, damit das neue Auto auch als Einsatzfahrzeug erkennbar ist. Die schlägt nochmal mit rund 10000 Euro zu Buche, so dass mit einer Gesamtinvestition von 35000 Euro zu rechnen ist. "Das schaffen wir nur mit Hilfe", sagt Markus Höfl.

Wer die First Responder unterstützen will, kann auf folgendes Konto spenden: FF Riggerding – First Responder, IBAN: DE 40 7416 1608 0145 9033 19, BIC: GENO DE F1HB W, Raiffeisenbank Hengersberg-Schöllnach e. G., Verwendungszweck: Einsatzfahrzeug. Spendenquittungen können ausgestellt werden. − sas

Quelle: PNP - Deggendorfer Zeitung vom 25.02.2015

In der Jahreshauptversammlung wurden zahlreiche Mitglieder geehrt (v.l. ): Bürgermeister Alois Oswald, Vorsitzender Jürgen Zellner, Lisa Söldenwagner, 1. Kommandant Markus Höfl, Max Zechmann, Josef Sagerer, Alex Hartmannsgruber, Jürgen Höfl, Florian Feuchtinger, Martin Weber, Matthias Sigl, Michael Moser, Josef Zechmann sen., Philipp Moser, Florian Weiß, Hugo Lorenz und Klaus Moser. − Foto: Petra KillingerIn der Jahreshauptversammlung wurden zahlreiche Mitglieder geehrt (v.l. ): Bürgermeister Alois Oswald, Vorsitzender Jürgen Zellner, Lisa Söldenwagner, 1. Kommandant Markus Höfl, Max Zechmann, Josef Sagerer, Alex Hartmannsgruber, Jürgen Höfl, Florian Feuchtinger, Martin Weber, Matthias Sigl, Michael Moser, Josef Zechmann sen., Philipp Moser, Florian Weiß, Hugo Lorenz und Klaus Moser. − Foto: Petra KillingerRiggerding. Die Freiwillige Feuerwehr Riggerding hat sich auch 2014 als aktive Gemeinschaft im Gemeindegebiet präsentiert und mit knapp 10000 geleisteten Stunden eine außerordentliche Einsatzbereitschaft bewiesen.

In der Jahreshauptversammlung im Landgut Stetter ließ 1. Kommandant Markus Höfl das vergangene Jahr Revue passieren und erinnerte dabei an die Einsätze und Übungen. Mit 50 aktiven Mitgliedern blieb die Vereinsstärke im Jahr 2014 stabil, dennoch beklagt die Wehr fehlenden Nachwuchs. Gerade die Sparte Jugend, die mit acht Jugendfeuerwehrmännern besetzt ist, könnte neuen Schwung gebrauchen. Nichtsdestotrotz nahm die kleine Jugendmannschaft an der Jugendleistungsprüfung in Schöllnach teil, legte das Leistungsabzeichen Jugendflamme erfolgreich ab und beteiligte sich am Wissenstest in Metten. Die "Großen" standen dem in nichts nach und absolvierten 2014 ebenso eine Vielzahl an Leistungsprüfungen und Übungen. Bei der Nominierung zum Feuerwehrmann des Jahres erreichte Stefan Wagner mit 23 von 31 möglichen Einsätzen und Übungen den ersten Platz. Vorsitzender Jürgen Zellner honorierte dies mit einem Gutschein in Höhe von 50 Euro.

Bei den Technischen Hilfeleistungen umfasste die Einsatzaktivität Verkehrsunfälle, Ölspurbeseitigungen und Bäume über der Fahrbahn. Die größte Herausforderung stellte sich im Oktober bei einem Wohnhausbrand im Unteren Daxstein heraus. Die schlechte Wasserversorgung erschwerte den Wehren ein rasches Eingreifen. Einige Einsätze entfielen auf Verkehrsregelungen oder Straßensperrungen.

Zu den weiteren Vereinsaktivitäten zählten auch das Sonnwendfeuer in Untereigen sowie ein Vereinsausflug nach Südböhmen, dem sich der Veteranen- und Reservistenverein anschloss. Geburtstage, drei Hochzeiten und eine immer wieder gern gesehene Beteiligung an Feierlichkeiten der umliegenden Vereine rundeten das Vereinsjahr gesellschaftlich ab. Aus dem Kassenbericht von Albert Obermeier ging für 2014 nur Erfreuliches hervor. Sogar das Konto der First Responder habe sich gut erholt, so Obermeier.

Der Rechenschaftsbericht von Harald Basten legte die Fakten zum Einsatz der First Responder offen. Bei 176 Notfällen war das Team in den umliegenden Gemeinden an Ort und Stelle und leistete Erste Hilfe. Da im Ernstfall jede Minute zählt, konnte Basten in den 176 gefahrenen Einsätzen einen Zeitvorteil von durchschnittlich knapp acht Minuten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes aufweisen. Dennoch beklagte der Leiter der Helfer vor Ort mehrmals tätliche Übergriffe auf das Einsatzpersonal. Gerade alkoholisierte und psychisch entgleiste Patienten und Angehörige erschwerten die Arbeit, um ein schnelles Eingreifen im Notfall zu gewährleisten. Ernsthaft verletzt wurde bisher niemand, dennoch will das 16-köpfige Team die Angriffe keinesfalls mehr dulden und wird künftig jeden Übergriff zur Anzeige bringen.

Weniger erfreulich ist auch die Tatsache, dass der kleine rote Flitzer des Teams in die Jahre gekommen ist. Die harte Beanspruchung steckt dem Gefährt gewissermaßen in den Kolben. Mit lediglich 54 PS unter der Haube wurde dem Auto einiges abverlangt. Akuter Platzmangel und elektronische Ausfälle an Martinshorn und Blaulicht erschwerten zusätzlich die Einsatzfahrten der Ersthelfer. So muss sich Harald Basten nun mit seinem Team um ein neues geeignetes Einsatzfahrzeug umschauen. Da sich die Kosten auf bis zu 35000 Euro belaufen und diese vom Verein selbst geschultert werden müssen, nahm Basten die Versammlung zum Anlass, um einen Spendenaufruf loszuwerden. "Wir helfen euch – bitte helft jetzt uns", so Basten.

Bürgermeister Alois Oswald schloss sich in seiner Ansprache den Worten von Basten an und hob die herausragende Arbeit der Helfer vor Ort in den Mittelpunkt. Trotz der Randlage im Landkreis ist das Gebiet durch die Ersthelfer aus Riggerding gut abgedeckt. Gleichzeitig nutzte Oswald die Gelegenheit, um dem vorbildlichen Miteinander der drei Gemeindewehren Dank zu zollen. "Es ist nicht überall selbstverständlich, dass sich Wehren gegenseitig so unterstützen", so das Gemeindeoberhaupt.

Vorsitzender Jürgen Zellner sagte all seinen Kameraden Dank und zeichnte 17 Mitglieder für ihre langjährige Treue aus. Geehrt wurden für zehn Jahre bei der Feuerwehr Riggerding Markus Feuchtinger, Philipp Moser, Matthias Sigl, Andrea Wagner und Florian Weiß, für 20 Jahre Michael Moser, Stefan Wieland, Marco Scheungraber und Martin Weber. 30 Jahre dabei sind Hugo Lorenz, Jürgen Höfl, Klaus Moser, und Paul Peter. Für 40 Jahre wurden Josef Sagerer und Alex Hartmannsgruber sowie Max Zechmann ausgezeichnet. Eine Urkunde für 50-jährige Mitgliedschaft erhielt Josef Zechmann sen. Lisa Söldenwagner wurde als neues Mitglied willkommen geheißen.

Gäste waren auch die Bürgermeister-Stellvertreter Franz Heitzer und Thomas Habereder, Ehrenvorsitzender Ludwig Schwarzkopf, Ehrenkommandant Josef Sagerer, Vorsitzender Gotthard Rimböck (FF Schöllnach) und 1. Kommandant Christian Bernauer (FF Taiding) sowie Ehrenbürger Godehard Eder. − pk