Quelle: PNP - Deggendorfer Zeitung vom 25.02.2015

In der Jahreshauptversammlung wurden zahlreiche Mitglieder geehrt (v.l. ): Bürgermeister Alois Oswald, Vorsitzender Jürgen Zellner, Lisa Söldenwagner, 1. Kommandant Markus Höfl, Max Zechmann, Josef Sagerer, Alex Hartmannsgruber, Jürgen Höfl, Florian Feuchtinger, Martin Weber, Matthias Sigl, Michael Moser, Josef Zechmann sen., Philipp Moser, Florian Weiß, Hugo Lorenz und Klaus Moser. − Foto: Petra KillingerIn der Jahreshauptversammlung wurden zahlreiche Mitglieder geehrt (v.l. ): Bürgermeister Alois Oswald, Vorsitzender Jürgen Zellner, Lisa Söldenwagner, 1. Kommandant Markus Höfl, Max Zechmann, Josef Sagerer, Alex Hartmannsgruber, Jürgen Höfl, Florian Feuchtinger, Martin Weber, Matthias Sigl, Michael Moser, Josef Zechmann sen., Philipp Moser, Florian Weiß, Hugo Lorenz und Klaus Moser. − Foto: Petra KillingerRiggerding. Die Freiwillige Feuerwehr Riggerding hat sich auch 2014 als aktive Gemeinschaft im Gemeindegebiet präsentiert und mit knapp 10000 geleisteten Stunden eine außerordentliche Einsatzbereitschaft bewiesen.

In der Jahreshauptversammlung im Landgut Stetter ließ 1. Kommandant Markus Höfl das vergangene Jahr Revue passieren und erinnerte dabei an die Einsätze und Übungen. Mit 50 aktiven Mitgliedern blieb die Vereinsstärke im Jahr 2014 stabil, dennoch beklagt die Wehr fehlenden Nachwuchs. Gerade die Sparte Jugend, die mit acht Jugendfeuerwehrmännern besetzt ist, könnte neuen Schwung gebrauchen. Nichtsdestotrotz nahm die kleine Jugendmannschaft an der Jugendleistungsprüfung in Schöllnach teil, legte das Leistungsabzeichen Jugendflamme erfolgreich ab und beteiligte sich am Wissenstest in Metten. Die "Großen" standen dem in nichts nach und absolvierten 2014 ebenso eine Vielzahl an Leistungsprüfungen und Übungen. Bei der Nominierung zum Feuerwehrmann des Jahres erreichte Stefan Wagner mit 23 von 31 möglichen Einsätzen und Übungen den ersten Platz. Vorsitzender Jürgen Zellner honorierte dies mit einem Gutschein in Höhe von 50 Euro.

Bei den Technischen Hilfeleistungen umfasste die Einsatzaktivität Verkehrsunfälle, Ölspurbeseitigungen und Bäume über der Fahrbahn. Die größte Herausforderung stellte sich im Oktober bei einem Wohnhausbrand im Unteren Daxstein heraus. Die schlechte Wasserversorgung erschwerte den Wehren ein rasches Eingreifen. Einige Einsätze entfielen auf Verkehrsregelungen oder Straßensperrungen.

Zu den weiteren Vereinsaktivitäten zählten auch das Sonnwendfeuer in Untereigen sowie ein Vereinsausflug nach Südböhmen, dem sich der Veteranen- und Reservistenverein anschloss. Geburtstage, drei Hochzeiten und eine immer wieder gern gesehene Beteiligung an Feierlichkeiten der umliegenden Vereine rundeten das Vereinsjahr gesellschaftlich ab. Aus dem Kassenbericht von Albert Obermeier ging für 2014 nur Erfreuliches hervor. Sogar das Konto der First Responder habe sich gut erholt, so Obermeier.

Der Rechenschaftsbericht von Harald Basten legte die Fakten zum Einsatz der First Responder offen. Bei 176 Notfällen war das Team in den umliegenden Gemeinden an Ort und Stelle und leistete Erste Hilfe. Da im Ernstfall jede Minute zählt, konnte Basten in den 176 gefahrenen Einsätzen einen Zeitvorteil von durchschnittlich knapp acht Minuten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes aufweisen. Dennoch beklagte der Leiter der Helfer vor Ort mehrmals tätliche Übergriffe auf das Einsatzpersonal. Gerade alkoholisierte und psychisch entgleiste Patienten und Angehörige erschwerten die Arbeit, um ein schnelles Eingreifen im Notfall zu gewährleisten. Ernsthaft verletzt wurde bisher niemand, dennoch will das 16-köpfige Team die Angriffe keinesfalls mehr dulden und wird künftig jeden Übergriff zur Anzeige bringen.

Weniger erfreulich ist auch die Tatsache, dass der kleine rote Flitzer des Teams in die Jahre gekommen ist. Die harte Beanspruchung steckt dem Gefährt gewissermaßen in den Kolben. Mit lediglich 54 PS unter der Haube wurde dem Auto einiges abverlangt. Akuter Platzmangel und elektronische Ausfälle an Martinshorn und Blaulicht erschwerten zusätzlich die Einsatzfahrten der Ersthelfer. So muss sich Harald Basten nun mit seinem Team um ein neues geeignetes Einsatzfahrzeug umschauen. Da sich die Kosten auf bis zu 35000 Euro belaufen und diese vom Verein selbst geschultert werden müssen, nahm Basten die Versammlung zum Anlass, um einen Spendenaufruf loszuwerden. "Wir helfen euch – bitte helft jetzt uns", so Basten.

Bürgermeister Alois Oswald schloss sich in seiner Ansprache den Worten von Basten an und hob die herausragende Arbeit der Helfer vor Ort in den Mittelpunkt. Trotz der Randlage im Landkreis ist das Gebiet durch die Ersthelfer aus Riggerding gut abgedeckt. Gleichzeitig nutzte Oswald die Gelegenheit, um dem vorbildlichen Miteinander der drei Gemeindewehren Dank zu zollen. "Es ist nicht überall selbstverständlich, dass sich Wehren gegenseitig so unterstützen", so das Gemeindeoberhaupt.

Vorsitzender Jürgen Zellner sagte all seinen Kameraden Dank und zeichnte 17 Mitglieder für ihre langjährige Treue aus. Geehrt wurden für zehn Jahre bei der Feuerwehr Riggerding Markus Feuchtinger, Philipp Moser, Matthias Sigl, Andrea Wagner und Florian Weiß, für 20 Jahre Michael Moser, Stefan Wieland, Marco Scheungraber und Martin Weber. 30 Jahre dabei sind Hugo Lorenz, Jürgen Höfl, Klaus Moser, und Paul Peter. Für 40 Jahre wurden Josef Sagerer und Alex Hartmannsgruber sowie Max Zechmann ausgezeichnet. Eine Urkunde für 50-jährige Mitgliedschaft erhielt Josef Zechmann sen. Lisa Söldenwagner wurde als neues Mitglied willkommen geheißen.

Gäste waren auch die Bürgermeister-Stellvertreter Franz Heitzer und Thomas Habereder, Ehrenvorsitzender Ludwig Schwarzkopf, Ehrenkommandant Josef Sagerer, Vorsitzender Gotthard Rimböck (FF Schöllnach) und 1. Kommandant Christian Bernauer (FF Taiding) sowie Ehrenbürger Godehard Eder. − pk